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ſchön, ſo glücklich iſt, kann man da etwas anderes ſehen, als den Neid, den man erregt, oder die Be⸗ wunderung, die man einflößt? Ich ſah von Allen dem nichts, entgegnete ſie, und mein Auge iſt geſund; aber im Ernſt, finden Sie nicht auch, daß es in gro⸗ ßen Geſellſchaften immer traurig hergeht? Ich bin überzeugt, daß die Zerſtreuung nur ein Kind des Uuglücks iſt. Das Glück erſcheint nicht ſo ruhelos. Nun wir wollen, ſagte der Herzog lachend, beim nächſten Balle die Gäſte fragen. Ach! erwiederte Natalie, wenn das möglich wäre, ſo würden Sie viel⸗ leicht nicht wenig über die Antworten ſtaunen. Ich
ill glauben, entgegnete der Herzog, daß ſich dort Unglückliche befinden, aber es ſind nur die, welche Sie, ſchöne Frau, zur Verzweiflung bringen. Sehen
Sie, da iſt der Prinz, ich will ihn fragen, er ſoll
Zeugniß ablegen. Der Herzog pflegte auf dieſe Weiſe immer der Unterhaltung durch Scherze eine andere Wendung zu geben, denn beobachten und urtheilen war für ihn eine allzu anſtrengende Arbeit; ſein Geiſt wie ſein Köorper konnte nicht lange ruhig auf einer Stelle bleiben. Ich legte mir auch die Frage vor: weshalb die Herzogin jene Bemerkung über die Feſte gemacht habe, während ſie doch die letzten ſechs Mo⸗ nate ſich ſo fleißig dabei eingefunden? Ich wagte nicht zu glauben, was ich darüber dachte, denn der Gedanke war zu beſeligend.
Die folgenden Tage ſchien mir die Herzogin trau⸗ rig, aber ſie vermied mich nicht. Eines Abends ſagte ſie mir: Ich weiß, daß mein Vater an Sie gedacht hat, und daß er hofft, Ihnen eine vortheilhafte Stelle im Miniſterium der auswärtigen Angelegenheiten zu
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