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freundlich. Es iſt mir ſehr angenehm, ſagte er, daß der Geſandte Sie eingeladen hat— das iſt ſehr ar⸗ tig von ihm. Das hieß ſo viel als: Er hat es aus Artigkeit für mich gethan, und du biſt aus Gnade und Barmherzigkeit da. So verletzte mich Alles, und die freundliche Huld dieſes Mannes ſelbſt trug in ſich den Keim des Leidens und der Demüthigung meines Stolzes.
Die quälendſten Betrachtungen verfolgten mich noch mehrere Tage nach dieſem Feſte, und ich war wohl ſehr entſchloſſen, nie einem ſolchen wieder beizu⸗ wohnen. Meine untergeordnete Stellung im Hauſe des Marſchalls, war mir viel weniger fühlbar. Es verſammelten ſich zwar dort auch ſehr vornehme Her⸗ ren, aber in dieſem Kreiſe war es doch noch möglich, Etwas durch ſich ſelbſt zu gelten, während dort mei⸗ ſtentheils nur der Name oder das Kleid den Mann auszeichnet.— Dahin gehen aber, um ſeine Infe⸗ riorität zur Schau zu tragen, ſchien mir eine jäm⸗ merliche Schwäche. Ich dachte an England. Wie groß ſchien mir jene Staatseinrichtung, welche den Geringſten wenigſtens durch Hoffnung erhebt.— Was hier, dachte ich— als lächerliche Thorheit er⸗ ſcheint, würde dort als das Ziel löblichen Strebens gelten— dort könnte ich die Herzogin von Nevers erſtreben.— Nur ſieben Lieues trennen das höchſte Glück von der Verzweiflung.— Wie freundlich, wie edel und liebreich war ſie neulich auf dem Ball. Sie beſtand darauf mit mir zu tanzen, um mich in
meinen eigenen Augen zu erheben, um mich zu
tröſten über das Viele, was mich beleidigte. Aber
darf man einem Weibe, darf man von der Gelieb⸗


