mir peinlich und verkümmerte mir die Luſt des Hier⸗ ſeyns.— Während der Herzog ſich mit Jemand in's Geſpräch verwickelte, machte ich mich los von ihm, ich gieng in den Saal zurück, wo die Herzogin tanzte und ſetzte mich auf den Platz, wo ſie vorhin geſeſſen hatte.
Das luſtige Balltreiben um mich her beſchäftigte mich nicht; ich dachte an das, was der Geſandte vorhin geſprochen. Wie glücklich pries ich jenes Land, wo dem Verdienſte alle Schranken offen ſtehen, wo dem Talente Alles möglich wird, wo man den an⸗ ſtrebenden Genies nie zuruft: bis dahin und weiter nicht!— Muth, Ausdauer, Nacheiferung, Alles muß bei uns untergehen in dem Abgrund der Unmöglich⸗ keit, die keine, auch nicht die größte Anſtrengung überſchreiten oder ausfüllen kann, der uns auf im⸗ mer vom Ziele abſcheidet. Selbſt die höchſte Gewalt kann die Schranken nicht zerbrechen, welche das Ta⸗ lent nicht aus dem Wege zu rücken vermag. Auch ihr ſind dieſe Hinderniſſe unüberſteiglich.— Welche Hinderniſſe?— o erröthe unwürdiger Knabe, ſchäme dich, undankbarer Sohn! das läſtige Hinderniß iſt der rechtliche, fleckenloſe, hochgeprieſene Name deines wak⸗ kern Vaters.
Die Herzogin ſtand vor mir. Sie waren weit von hier, ſagte ſie.— Ja, antwortete ich, ich war jen⸗
ſeits des Meeres— ich will nach England, dahin
wo nichts unmöglich iſt.— Dacht' ich's doch, ſagte ſie, daß ich Sie dort finden würde. Aber tanzen Sie denn nicht?— Ich fürchte, daß man es unſchicklich
finden würde.— Weshalb? da Sie eingeladen


