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Hatte eine Fee mich mit ihrem Zauberſtabe be⸗ rührt, ich war ja nicht mehr ich, war ein Anderer⸗
ein gänzlich umgewandelter Menſch.„Wie gern bliebe
ich“— ich hatte dieſe Zauberworte gehört, wirklich
gehört, es war keine Täuſchung, ich hatte ihren Seuf⸗ zer, ihren Blick verſtanden. Bleiben wollte ſie für mich.— D es lag zu viel Wonne in dieſem Gedan⸗
ken, ich erlag der Laſt der Glückſeligkeit. Es trieb
mich hinaus, ich lief von einem Zimmer in's an⸗
dere, ich erreichte den Bücherſaal; hier ſank ich
erſchöpft auf einen Seſſel, ein Thränenſtrom er⸗
leichterte das Herz.— Bleiben wollte ſie, meinet⸗ wegen— aus Mitleid— ich wagte nicht, ein ande⸗ res Wort zu brauchen; aber ich ſah in jenen himm⸗ liſchen Blick, ich hörte den Engelston ihrer Stimme, ihr Seufzen, ich ſchwamm in einem Wonnemeer.— Von mir gewichen waren jene peinlichen Gefühle der Demüthigung, gefallen waren die Schranken, ich be⸗ griff nicht mehr, wie ich mich hatte unglücklich füh⸗ len können. Natalie fühlte ja..... ich durfte das Wort Liebe nicht ausſprechen, ich zweifelte, ich wollte zweifeln, denn mein Herz konnte das über⸗
ſchwängliche Glück nicht faſſen, ich mußte das Gefühl!
dämpfen, ſo wie man das Auge ſchließt, wenn der Sonnenglanz es blendet.— Die Herzogin pflegte des Morgens in dem Bücherſaale, in welchem ich mich eben befand, zu verweilen. Einer ihrer Hand⸗ ſchuhe lag auf dem Tiſche, ich nahm ihn haſtig, küßte ihn mit Entzücken und benetzte ihn mit Wonnethrä⸗ nen; doch alſobald zürnte ich mit mir, ich hatte, ſo ſchien es mir, ein Heiligenbild frevelnd entweihet.— Vergieb du Himmliſche, rief ich aus, vergieb, daß ich dich zu ſehr liebe, nur dulden will ich für dich,


