Teil eines Werkes 
1. Bdchen (1826)
Entstehung
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Schon ſeit einiger Zeit war viel und oft die Rede von einem großen Balle bei dem Fürſten C. Die Herzogin war von vielen Seiten her gebeten worden, in einer ruſſiſchen Quadrille mit zu tanzen, der ſich die Fürſtin ſelbſt anſchließen wollte.

Die Coſtüme waren reizend und prachtvoll. Die Quadrille kam zu Stande, ſie beſtand aus acht Paa⸗ ren, die Damen waren ſämmtlich jung und ſchön; unter den Herren befanden ſich der Prinz Enriche⸗ mont und der Herzog C.; letzterer war zu des Prin⸗ zen Verdruß, Nataliens Tänzer. Vierzehn Tage lang beſchäftigte dieſe Quadrille das Hotel d'Olonne. Gardel kam alle Morgen, Proben zu halten. Kupfer⸗ werke und Reiſebeſchreibungen wurden durchblättert, um nicht gegen die Richtigkeit der Coſtüme zu ver⸗ ſtoßen. Handwerker aller Art wurden hinbeſchie⸗ den, und in Thätigkeit geſetzt. Es verdroß mich ſehr, die verſtändige Herzogin mit ſo kleinlichen Din⸗ gen beſchäftigt zu ſehen, zugleich aber geſtand ich mir, daß ich an des Herzogs Stelle der glücklichſte Menſch geweſen wäre. Dennoch war ich ungerecht genug, Stichelreden über den Leichtſinn im Allgemeinen aus⸗ zuſtoßen, und es regten ſich überhaupt in meinem Herzen ſo gemeine Gefühle, daß ich mich derſelben noch heute ſchäme. Ach es iſt fehr ſchwer, immer ge⸗ recht zu ſeyn, wenn man auf einer unteren Stufe der Geſellſchaft ſteht. Der über uns Stehende ver⸗

letzt uns faſt immer.

Die Herzogin war nicht heiter, ſie hatte ſich be⸗

reden laſſen, aber ſie geſtand offen, daß ſie dieſer

Ergötzlichkeiten müde ſey. Der Balktag war in⸗ 3**½