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denen Häuſern an. Hier herrſchte ein geraͤuſchvolles Toben, fortwährend ein tolles Lärmen, ein ewiger Taumel, man lebte nur, um ſich zu erluſtigen, und ein Tag, der nicht in Ergötzlichkeiten verbracht wurde, ſchien ein verlorener zu ſeyn. Zerſtreuungen wurden da als erſte Lebensbedürfniſſe betrachtet, es war als ob ein ſtill verlebter Tag endlos ſeyn müſſe. Ein Heer gefälliger Schmeichler, ein Schwarm von Tiſch⸗ genoſſen trieb in Herrn Herbelot's Salon umher und huldigte ſeinen Neigungen. Sie beherrſchten ihn mit unumſchränkter Gewalt, und waren die dürftige Stütze ſeiner Schwäche. Er traute ſich ſelber nie eine Meinung zu, immer bedurfte er der Freunde Zeugniß und Autorität. Alle ſeine Reden begannen mit den Worten: Luceval und Bertheney ſagen, Lu⸗ ceval und Bertheney behaupten; und Luceval und Bertheney ſtürzten meinen Oheim in alle Thorheiten eines verderblichen Aufwandes, in alle Abgeſchmackt⸗ heiten eines verkehrten und ſinnloſen Lebens. In die⸗ ſem Hauſe wurde der Spaß ernſt, der Ernſt ſpaß⸗ haft betrieben. Es ſchien, als müſſe man in jedem Augenblicke dieſes raſch⸗ und jüngſterworbenen Ver⸗ mögens genießen, ſo wie der Geizhals jeden Augen⸗ blick ſeinen Mammon betaſtet, um ſich zu überzeugen, daß er ihn noch hat.
Wie ganz anders war das Alles im Hauſe des Marſchalls v. Olonne, wo das Beſitzthum der Ehre und des Reichthums ſo alt war, daß man kaum mehr ſich daran erinnert fühlte. Der Marſchall dachte nie an den Genuß, welchen der Beſitz des Goldes verſchafft, aber immer an die Pflichten, die er auf⸗ erlegt. Hier gab es wohl auch fleißige Beſucher, hier


