Among unequals no Society Can sort!
Das Cieat iſt richtig, antwortete mein Vater; aber der Dichter deutet hier nur auf moraliſche SGleich⸗ heit, und in dieſem Punkte bin ich mit ihm einver⸗ ſtanden, und habe das Recht es zu ſeyn. Freilich wohl, ſagte meine Mutter, aber Marſchall d'Olonne gehört zu den ſeltenen Ausnahmen. Laß uns die her⸗ gebrachten geſellſchaftlichen Convenienzen ehren, laß uns bewundern die Hierarchie der Staͤnde; ſie iſt acht⸗ bar. Weiſet ſie uns nicht auch unſern Platz an? dieſen wollen wir behaupten; es iſt immer unbehaglich, den angewieſenen zu verlaſſen.
Solche Geſpräche fielen oft vor, und ich geſtehe, daß der Wunſch, eine neue Welt zu ſehen, und eine gewiſſe geheime Ahnung, mich zur Parthei des Vaters geſellten: Ich wünſchte ſehr ſehnlich zwanzig Jahr alt zu ſeyn, um Paris und das Haus des Marſchalls d'Olonne kennen zu lernen.
Ich übergehe die beiden Jahre, die bis zu dieſem Zeitraum noch verfließen ſollten. Ernſte Studien beſchäftigten meine Zeit. Die Rechtslehre, Mathe⸗ matik, alte und neue Sprachen, füllten alle Stun⸗ den meiner Tage aus; aber ungeachtet dieſer trocknen Arbeiten, die wohl hätten können meinem Geiſte eine andere Richtung geben, blieb ich dennoch ſo, wie die Natur mich geſchaffen hatte, und ſo wie ich wahrſchein⸗ lich ſterben werde.
Mit meinem zwanzigſten Jahre ttand ich in der Er⸗ wartung des größten Glückes; die Vorſehung aber ſandte


