Teil eines Werkes 
1. Bdchen (1826)
Entstehung
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chen ich glänzend und ſiegend auftrat ich erdichte Unglück und Unbill, um als Vermittler und Retter dazwiſchen treten zu können.

Die Veränderung in meinem Charakter hatte in⸗ deſſen keine Veränderung in meiner Lebensweiſe zur Folge gehabt. Wie in den Tagen meiner Kindheit ſuchte ich die Einſamkeit auf; ich weiß nicht, warum ſes mir läſtig war, mit Leuten zu verkehren, die al⸗ lerdings ſehr achtbar waren, aber von welchen nicht Einer dem Ideale entſprach, welches ich mir geſchaf⸗ ſen, und welches nur mein Vater erreichte. In dem ſtillen häuslichen Kreiſe unſers Hauſes war ich glück⸗ lich; ſo lange ich mit meinem Vater und mit meiner Mutter allein war, befand ich mich wohl, aber ſo⸗ bald ein Fremder dazwiſchen trat, ſchlich ich davon, ſchloß mich in meinem Zimmer ein, und lebte dort in der Welt, deren Schöpfer ich war.

Meine Mutter war eine geiſtreiche, ſanfte und verſtändige Frau; ſie hing feſt an den einmal her⸗ kömmlich angenommenen Ideen, ſie gefiel ſich viel⸗ leicht etwas zu ſehr in ungewöͤhnliche Meinungen, ver⸗ theidigte ſie aber durch neue und treffende Gründe. Das lange Zuſammenleben mit meinem Vater und die Gewohnheit ihn zu lieben, hatte ihre Exiſtenz gleich⸗ ſam zum Wiederſcheine der Seinigen gemacht, aber weil beide nicht ſelten gleicher Meinung bei verſchie⸗ dener Anſicht waren, ſo brachte dieſer wunderſam un⸗ harmoniſche Einklang Leben und Geiſt in ihre Un⸗ terhaltung. Nur über einen einzigen Punkt ſah ich ſie uneinig, und ſehe leider jetzt ſehr deutlich ein, daß meine Mutter recht hatte.