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indem ich von einem, über die ſchäumenden Wellen Andor ragenden Steine zum andern ſnrang.
Oft, nicht zufrieden auf dieſe Weiſe von einem Ufer zum andern zu gelangen, trieb mich die Luſt an dem gefahrvollen Spiele ſtromauf⸗ oder ſtromab⸗ wärts. Die Gefahr war groß, denn in der Naͤhe des Eiſenhammers ſtürzte der gefaßte Waldbach ſich heftig brauſend auf die ſchweren Hämmer und auf die Räder des Mühlwerks.
Eines Tages ſprach ein Knabe, der nur einige Jahre jünger war als ich, und meinem Spiele zuge⸗ ſehen hatte: dein Kunſtſtück iſt ſo ſchwer nicht. Ver⸗ ſuche es, entgegnete ich. Der Knabe ſpringt, gleitet aus und verſchwindet in den Wellen. Ich hatte keine Zeit mich zu beſinnen; ich ſtürze ihm nach, klam⸗ mere mich feſt an ein Felsſtück und erfaſſe glücklich den Knaben den der Strom mir zuführt. Wir wa⸗ ren beide nahe bei den Mühlrädern, und meine Kräfte ſchwanden, als man uns zu Hülfe eilte. Als wir in Sicherheit waren, brach ich in Thränen aus. Mein Vater und meine Mutter liefen herbei, und küßten den Geretteten. Freudig wallte mein Herz auf, als ich an dem ihrigen lag; den folgenden Tag, als ich meine Bücher zur Hand nahm, war mir es, als ob ich ganz neue Sachen läſe; ich verſtand, was ich bisher nur gelernt hatte; das Große begeiſterte, das Gute rührte mich. Der herrliche Geiſt, der aus
jedem Worte meines Vaters hervorleuchtete, fiel mir
auf, als ob ich ihn zum Erſtenmal reden hörte; eine neue Welt hatte ſich mir erſchloſſen, der Schleier, der meine Seele umnebelt hatte, war zerriſſen.


