Teil eines Werkes 
1. Bdchen (1826)
Entstehung
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wohl aber Ihr Herz; Sie wollen mir Ihr Innres nicht erſchließen, auch bedarf ich Ihres Zutrauens nicht, um Sie zu lieben; nur ausge⸗ zeichnete Seelen kennen den tiefen Schmerz; der gewoͤhnliche Menſch fuͤhlt oberflaͤchlich und ge⸗ woͤhnlich.

Ein anderes Mal ſagte ich ihm: iſt es denn ſo ganz unmoͤglich, Ihnen wohlzuthun? Thraͤnen traten in ſein Auge. Laſſen Sie mich, ich kann, ich mag mich nicht wieder mit dem Leben aus⸗ ſoͤhnen.

Am folgenden Tage griffen wir ein am Stul⸗ kill belegenes Fort an. Eduard an der Spitze einer kleinen Schaar nahm die Schanze mit dem Degen in der Fauſt; ich ließ ihn nicht aus den Augen, eine geheime Ahnung ſagte mir, daß er ſich dieſen Tag anberaumt haͤtte, um den Tod zu ſuchen und zu finden. In der That ſahe ich ihn einſtuͤrmen auf die Reihe der feindlichen Sol⸗ daten, welche die innern Werke des Forts muthig vertheidigten. Beſchaͤftigt mit dem Gedanken, den

Freund zu ſchuͤtzen, dachte ich wenig an mich

ſelbſt und erhielt einen Schuß, der ihm zugedacht ſchien. Ich ſank; Eduard hob mich von der Erde auf, trug mich auf ſeinen Armen aus dem Getuͤmmel, verband meine Wunden und meinen Kopf ſtuͤtzend er⸗

wartete er ungeduldig die Ankunft des Regiments⸗ 1 X*