Teil eines Werkes 
1. Bdchen (1826)
Entstehung
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Ich verließ meinen Platz, um ihm denſelben ein⸗ zuraͤumen, denn es war ſeine Lieblingsſtelle, auf welcher er nicht ſelten die Naͤchte zubrachte.

Wir befanden uns damals oͤſtlich von den Azoren, unter einem wunderherrlichen Himmels⸗ ſtriche, wo die Paſſatwinde wehen. Unbeſchreib⸗ lich ſchoͤn ſind die Naͤchte in jenen tropiſchen Ge⸗ genden; der glaͤnzende Sternenhimmel ſpiegelt ſich ſo hell und klar in dem ruhigen Ocean ab, daß man, wie Miltons Erzengel, in dem Mittelpunkt des Weltalls zu ſtehen waͤhnt, und mit Einem Blicke die ganze Schoͤpfung uͤberſchaut.

Mein junger Reiſegefaͤhrte betrachtete eines Abends dies praͤchtige Schauſpiel. Der Unend⸗ liche, begann er, iſt uͤberall, dort ſieht man ihn, hier fuͤhlt man ihn, dabei deutete er auf das Firmament und auf das Herz. Und doch wie dunkel, fuhr er fort, wie geheimnißvoll! wer vermag ihn zu faſſen? Nur der Tod giebt uns den Schluͤſſel dieſes Raͤthſels, er wird uns einſt Alles erſchließen oder auch Alles vergeſſen laſ⸗ ſen. Alles vergeſſen laſſen wiederholte er lang⸗ ſam und ſeine Stimme zitterte. So freveln⸗ den Gedanken koͤnnen Sie unmoͤglich Raum ge⸗ ben, ſagte ich. Nein, rief er aus, nein, wer koͤnnte bei dem Anblick dieſes Himmels an Got⸗ tes Daſeyn zweifeln. Er iſt und lebt! Auf