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mich recht traurig anblickte, fuͤgte er hinzu: ich weiß es wohl, Sie haben Mitleid mit mir, ich erkenne es dankbar, aber ich kann Ihnen dennoch nicht mein Herz erſchließen; o wuͤnſchen Sie es auch nicht, mir iſt nicht zu helfen, ach! ſelbſt ein Freund iſt mir unnuͤtz. Darauf wendete er ſich ab und gieng fort.
Wenige Tage darauf, ſuchte ich den Faden dieſes Geſpraͤchs wieder anzuknuͤpfen. Ich er⸗ zaͤhlte ihm etwas aus meinem Jugendleben, und wie eines Freundes Rath mich einſt vor großer Verirrung bewahrte. Ich moͤchte wohl, fuͤgte ich hinzu, Ihnen heute das ſeyn, was jener Freund damals mir war. Der junge Mann faßte treu⸗ herzig meine Hand. Sie ſind ſehr' gut, ſagte er, ja unendlich gut, aber Sie wiſſen nicht, was Sie fordern. Sie wollen mir eine Wohlthat er⸗ zeigen, aber Sie wuͤrden mir nur wehe thun. Große Schmerzen beduͤrfen nicht der Mittheilung.— Die Seele, die ſolches Leid zu ertragen vermag, genuͤgt ſich ſelbſt. Nur der Dulder, der noch hofft, findet Troſt in fremder Theilnahme. Wozu unheilbare Wunden beruͤhren! Fuͤr mich giebt es kein Leben mehr— ich bin geſtorben, ich bin todt.— Er ſtand auf, und gieng. Nachdem er einige Zeit unruhig auf und ab gegangen, ſetzte er ſich am andern Ende des Schiffes nieder.


