Teil eines Werkes 
[3. Bd.] (1859)
Entstehung
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Ihr wißt es wohl, Mylord. Ich bin es, der unter den Steinplatten der St. Peterscapelle die Leichen der hinge⸗ richteten politiſchen Verbrecher beerdigt.

Wie?« unterbrach ihn Jeffreys, als ob er plötzlich aus dem Schlafe emporführe.

Ich begreife euer Erſtaunen nicht, Mylord. Wißt Ihr denn nicht mehr, daß Ihr gerade in dem Augenblick, wo ich den Herzog von Monmouth beiſetzte, in die Capelle kamt? Es waren zwei Frauen bei mir eine junge Irländerin, glaube ich, und eine andere junge Dame, welche über der Leiche des Herzogs bitterlich weinte wie, Mylord, das wißt Ihr nicht mehr?«

»O ja, o ja ich weiß es noch, Dummkopf; wo willſt Du damit hinaus? Weiter! weiter!«

»O, Ihr dürft Euch nicht erzürnen, Mylord. Was ich Euch ſagen will, kann Euch kein großes Vergnügen machen.

»Na, ſo ſprich doch mit deinem Galgengeſicht!«

»Mylord träumt, wie es ſcheint, immer vom Galgen, aber er wird nun Niemanden mehr hängen laſſen.«

Wer hat denn dieſen Schurken zu mir geſchickt? Mach daß Du fortkommſt, oder ich ſchlage Dir dieſe Flaſche auf deinem Schädel entzwei!«

Jeffreys wollte ſeine Drohung ausführen, als Jack Ketch eintrat und in jeder Hand einen großen Henkelkorb trug, der mit großen und kleinen Flaſchen von allen Formen und Farben gefüllt war.

»Uff!« ſagte er, indem er ſeine doppelte Bürde nieder⸗

ſetzte.