Teil eines Werkes 
[2. Bd.] (1859)
Entstehung
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nerte, ſpiegelte ſich plöͤtzlich ein eigenthümlicher, zärtlicher Ausdruck.

»Theures, armes Kind,« murmelte er,»Lucy meine angebetete Lucy! In welchem herzzerreißenden Tone wird ſie mir ſchon von weitem zurufen:General, rettet meinen Vater!« Du allein, Lucy, biſt es, die ihn retten kann. Sprich ein Wort ein einziges Wort!«

Und ſein Herz klopfte von unausſprechlicher Hoffnung und er murmelte:

Ja, ſie wird es ſagen, dieſes Wort.

Den Eindrücken der äußern Welt in dieſem Augenblicke fremd, verſunken in ſeine ſtürmiſchen Gedanken und ſich ganz den Leidenſchaften hingebend, welche in ſeiner Seele einen furchtbareren Sturm heraufbeſchworen, als der des Himmels war, blieb Percy Kirke plötzlich ſtehen.

Aber würd ſie dieſes Wort auch ausſprechen wollen?«

Seine Gedanken wagten nicht die Antwort zu dictiren, noch die Zunge, ſie in Worte zu kleiden. Sein Geſicht nahm blos einen Ausdruck von beſtialiſcher Wildheit an und zwi⸗ ſchen ſeinen zuſammengebiſſenen Zähnen ziſchten die Sylben hindurch:

Dann wehe ihr wehe ihr!«

Der Obergeneral der königlichen Armee trat hierauf raſch in die Herbergezum weißen Hirſch.

»Hat man nach mir gefragt? erwartet mich Jemand?« ſagte er kurz zu den beiden Schildwachen.

»Nein, es iſt Niemand dageweſen, General, und es er⸗ wartet Euch Niemand.«

»Niemand? Welche Zeit iſt es?

»Es hat auf der Kirche ſo eben halb Vier geſchlagen, General.«

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