II.
Todesverachtung.
Sobald Perchy Kirke wieder die Vorſtadt von Taun⸗ ton erreicht hatte, hörte er überall Trommelwirbel ſich in das Grollen des Donners miſchen. Er begegnete wohl zwanzig Lämmern, welche, dem in Strömen herabſtürzenden Regen trotzend, mit lauter Stimme verkündeten, daß der Anführer der Rebellen, Sir Charles Murray, Punkt vier Uhr gehängt werden würde. Zufrieden mit der Thätigkeit und dem Eifer, womit ſeine Leute ſeine Befehle ausführten beſchleunigte er ſeine Schritte.
Die Hoffnung, daß die Stimme der Soldaten bis zu den Ohren der in irgend einem unbekannten Aſyl verborgenen Lucy gedrungen ſey, die zuverſichtliche Erwartung, daß die unglückliche Tochter ihn ſchon in der Herberge»zum weißen Hirſch« erwarte, gaben ihm Flügel.
„Ja, ja,“« ſagte er, indem er durch die öden Gaſſen eilte,„ja, ſie hat ſich ſchon in das Hauptquartier begeben; ſie erwartet, von den Qualen der Ungewißheit und Unruhe gefoltert, meine Rückkehr. Ach, warum dieſe Qualen? Weiß ſie nicht, daß ſie Alles über mich vermag, daß ein Wort von ihr hinreicht, um ihren Vater zu retten?«
In dem grünlichgelben Auge des Soldaten von Tan⸗ ger, welches unwillkürlich an das Auge des Tigers erin⸗


