Teil eines Werkes 
[2. Bd.] (1859)
Entstehung
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der Oberrichter bei jeder neuen Verurtheilung.»Wohlan, wir werden ſehen, was eure hartnäckigen, unverſchämten Lü⸗ gen Euch helfen werden.«

Nachdem die Lämmer den neunundzwanzigſten Verur⸗ theilten hinausgeſchleppt hatten, veränderte ſich die Scene. Die noch übrigen zweihunderteinundſiebzig Angeklagten erklärten ſich alle auf einmal ſchuldig. Jeffreys ſprang vor Freude von ſeinem Sitze empor.

»Nein,« rief er mit gräßlicher Ironie,»die Juſtiz darf niemals allzu raſch zu Werke gehen, denn ſie würde ſich dadurch der Gefahr ausſetzen, in beklagenswerthe Irrungen zu ver⸗ fallen. Deshalb verſchieben wix den Ausſpruch unſeres Ur⸗ theils auf morgen.

Während die Unglücklichen ſich entfernten, neigte ſich Jeffreys zu dem Ohre eines der Richter und ſagte lachend zu ihnen:

»Wir werden morgen zweihundertunddreiunddreißig davon zum Tode verurtheilen. Wie der Gott Virgilius Maro's habe ich mein Vergnügen an der ungeraden Zahl. Doch apro⸗ pos, wollt Ihr vielleicht dieſe Damen, dieſe Herren und mich

begleiten, um einige Verbrecher in Pech ſteden zu ſehen? Nicht

wahr, Ihr kommt mit? Wohlan, meine Herren, wohlan, meine Damen, gehen wir!«

Kaum war eine halbe Stunde verfloſſen, ſo hatten der Oberrichter und ſeine Geſellſchaft das Thor von Taunton hin⸗ ter ſich und gingen auf das Haus zu, welches Kirke zu Tom Boilman's Verfügung geſtellt.

Es gab ein ziemlich großes Feld zu überſchreiten, um zu dieſem Hauſe zu gelangen. Dieſes Feld war kahl, unfrucht⸗ bar und öde. Ein einziger Baum, eine Eiche, ſtand ungefähr in der Mitte einige Schritte von dem Hauſe entfernt. Die