4
die Liebe ſeiner ſchönen Undankbaren zu erlangen, ſo kann er ja, nachdem er dieſen Gebrauch von ihm gemacht, ihn ſeinem Freunde Jeffreys immer noch ausliefern! Auf dieſe Weiſe laſ⸗ ſen ſich dieſe beiden Intereſſen auf die vollſtändigſte Weiſe mit einander ausſöhnen.“
»Was Du da ſagſt, mein lieber Chiffinch, iſt in der That erhaben und bewunderungswürdig,« rief Jeffreys. „»Allerdings kannte ich Dich als einen luſtigen, witzigen und verſchmitzten Geſellen, aber beim Bacchus, einen ſo tiefen Scharfſinn hätte ich Dir nicht zugetraut.— Komm, damit ich Dich umarme, Chiffinch, komm! Percy Kirke möge ſeine Luch genießen, indem er ihr die Begnadigung ihres Vaters verſpricht, und wenn ſeine Wünſche befriedigt ſind, mag er den alten Puritaner mir überliefern.«
»Erlaubt. Mylord.⸗ unterbrach ihn Suſannens Anbeter ernſthaft,»erlaubt mir, ich bin noch nicht fertig. Wenn Ihr Euch über Sir Charles Murray zu beklagen habt, hat dann Perch Kirke vielleicht ſeinerſeits Grund, ihn zu loben? Mur⸗ ray hat Euch gezwungen, vor dem verſammelten Unterhauſe niederzuknien, um einen demüthigenden Verweis zu empfan⸗ gen. Ganz gewiß iſt dies für Euch ein keineswegs mittelmäßi⸗ ger Grund, ihn zu haſſen, aber iſt es nicht derſelbe Sir Char⸗ les Murray, welcher unſern gemeinſchaftlichen Freund, den Obergeneral der königlichen Armee, auf ſchimpfliche Weiſe aus ſeinem Hauſe gejagt hat? Ihr findet die Beleidigung,
die Euch angethan worden, grauſamer als jede andere Belei⸗
digung. Es iſt dies auch ganz natürlich, denn man fühlt den eigenen Schmerz mehr als den Anderer. Ich aber, der ich bei dieſer Frage natürlich ganz kaltblütig bin, erkläre Euch, daß in meinen Augen die Percy Kirke angethane Beleidigung eben ſo ſchwer iſt als die, welche Ihr erfahren. Auf dieſe Gründe


