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„Nicht ich bin es, ſondern die Umſtände ſind es, die ſie Dir verweigern, Suſanne. Glaube mir, gib dieſe Ideen von übermäßiger Selbſtverläugnung auf. Es wird Dir nicht ge⸗ lingen, dieſes junge Mädchen und dieſen alten Mann ihrem ſichern Untergange zu entreißen. Zu viele mächtige Intereſſen begehren ihn und arbeiten darauf hin und es wäre Wahn⸗ ſinn, zwei unwiderruflich Verurtheilten zu Hilfe kommen zu wollen.«
„Unwiderruflich verurtheilt!« rief Suſanne mit edel⸗ müthiger Entrüſtung;»ich glaube nicht, daß ſie das ſind! Sir Charles Murray wird vielleicht unterliegen müſſen, ſeine Tochter aber werde ich retten trotz aller Damen der Königin und trotz der elenden Habgier dieſer Geſchöpfe! Ich werde ſie vor Jeffreys, ich werde ſie vor Kirke, ich werde ſie vor dem Sclavenmarkte von Jamaica retten. Und nicht blos ihr Leben werde ich vor dieſen furchtbaren Drohungen ſicherſtellen; ihre Tugend und Reinheit ſollen ebenfalls unberührt bleiben. Ich werde ſie fleckenlos und jungfräulich erhalten, um ſie dereinſt Henry zuzuführen.“
Suſannens Exaltation ließ ihr prachtvolles ſchwarzes Auge von neuem Glanze erſtrahlen und verlieh ihrer Schön⸗ heit einen unbeſchreiblich erhabenen Ausdruck.
„Seltſames Weſen.“ rief Fitzgerald,»unbegreifliches Gemüth! Wie kannſt Du ſo ein inniges Vergnügen daran finden, Dir das eigene Herz zu zermalmen, um eine Neben⸗ buhlerin glücklich zu machen?«
„Ich will Lucy's Glück nur, um das Henry's zu begrün⸗ den, um ihm eine dritte und letzte Verzweiflung zu erſparen. Ha, wenn Du Zeuge des unerhörten Auftrittes geweſen wäreſt, dem ich dieſe Nacht beigewohnt habe, dann würdeſt Du be⸗


