Teil eines Werkes 
[1. Bd.] (1859)
Entstehung
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144 grund, der mich treibt, oder warum verſtellt Ihr Euch, als ob Ihr ihn nicht kenntet?«

»Ich verſtelle mich durchaus nicht, Suſanne. Ich frage Dich, weil ich Dir nicht traue.«

»Ah, nun ſo wiſſet, daß ich euern Haß gegen Sir Char⸗ les Murray theile. Wiſſet, daß ich in dem Strang eine zu ge⸗ linde Strafe für ihn ſehe.«

»Aber warum? warum?«

Weil er Lucy's Vater iſt Lucy's, meiner Neben⸗ buhlerin Lucy's, die mir Lord Henry Lisle's Herz ge⸗ raubt hat.«

»Ah, iſt das wahr? Daran hatte ich nicht gedacht!« rief der Oberrichter heftig, dann ſchlug er ein lautes Geläch⸗ ter auf und fuhr fort:

»Armer Chiffinch! armer Chiffinch! Wie blind er iſt, der Unglückliche! Sagte er mir nicht eben erſt, er ſey über⸗ zeugt, von Dir geliebt zu werden, meine ſchöne Suſanne?«

Mylord, ich habe Euch ſchon früher geſagt, daß Ihr mich nicht Du nennen ſollt. Ich fühle mich dadurch verletzt und beleidigt.«

»Ah, verzeihet einer alten Gewohnheit, Miſtreß Chif⸗ finch. Ich glaube immer auf dem Richterſtuhle oder in dem Wirthshauſezur rothen Kuh« zu ſitzen dieſen beiden Or⸗ ten, wo mir unbeſchränkte Redefreiheit zuſteht. Aber in der That, Miſtreß Chiffinch, Du biſt ein gutes Mädchen und ich will Dich belohnen. Wenn Du auch zugleich ein wenig dein eigenes Intereſſe im Auge haſt, während Du Dich mit dem meinigen beſchäftigſt, ſo gebe ich Dir doch Dienſt um Dienſt zurück. Siehſt Du jenen Wagen dort unten gerade an der