Teil eines Werkes 
[1. Bd.] (1859)
Entstehung
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nicht mehr in dieſe Schmach zu fügen brauchen. Aber meine arme Mutter— ſie wird ſterben! Nein, ſie wird nicht ſter⸗ ben— ich werde den König ſprechen. Um bis zu ihm zu drin⸗ gen, bedarf ich keinen Beſchützer. Ich brauche mich nicht ein⸗ führen zu laſſen— ich werde mich ſelbſt einzuführen wiſſen. — Morgen iſt Empfang in Whitehall und ich werde mich dorthin begeben. Wir wollen ſehen, ob Jemand mich hindern ſoll, den König anzureden.⸗

Henry ward in ſeinem Alleingeſpräch durch eine Hand unterbrochen, die ſich vertraulich auf ſeine Schulter legte, während gleichzeitig eine männliche Stimme zu ihm ſagte:

»Ah, Ihr ſeyd es, Mylord? Ich freue mich Euch zu begegnen! Ich habe erfahren, daß Ihr geſtern bei mir gewe⸗ ſen ſeyd und es thut mir leid, daß ich nicht zugegen geweſen bin, denn ganz gewiß habt Ihr wegen eurer Mutter mit mir ſprechen wollen. Ganz London kennt und beklagt gegenwärtig dieſe bedauerliche Angelegenheit. Um der Achtung, die ich für Euch hege, und um des Haſſes und der Verachtung willen, welche Jeffreys mir einflößt, werde ich für Euch und für Lady Lisle Alles thun, was in meinen Kräften ſteht. Ihr wollt den König ſprechen, nicht wahr?«

»Endlich,« rief Henry, indem er die ihm dargebotene Hand drückte,»endlich höre ich wahre, freimüthige und auf⸗ richtige Worte. Ich bin auch aufrichtig und freimüthig, wenn ich ſage, daß ich von dem tapfern Churchill keine andern er⸗ wartete. Ja, Mylord, ich wünſche den König zu ſprechen.«

»Morgen Abend iſt Empfang in Whitehall.«

„»„Ich weiß es, Mylord, und gedenke mich dabei einzu⸗ finden.«

»Gut, ich gebe Euch mein Soldatenwort, daß Ihr Ja⸗ cob den Zweiten ſprechen werdet.«