Teil eines Werkes 
[1. Bd.] (1859)
Entstehung
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welchen ſeine Mutter ſelbſt ihm lieferte, im Fluge zu erhaſchen und auf dieſe Weiſe den Wunſch zu bekämpfen, den die Ver⸗ urtheilte ausgeſprochen. Sein biederes Gemüth aber verwarf eine ſolche Lüge ſofort wieder. Er ſagte ſich, es ſey nicht der Abbé Caetano, den Lady Lisle's Ruf in Gefahr bringen würde, ſondern die auf ihn gelenkte Aufmerkſamkeit und die Kenntniß, welche Kirke ſehr bald von den zwiſchen dieſem Geiſtlichen und der Familie Lisle beſtehenden freundſchaftli⸗ chen Beziehungen erlangen würde, könne den wilden Solda⸗ ten von Tanger geraden Wegs in Lucy's Aſyl führen.

»Es geht ein eigenthümliches Phänomen in Dir vor, Henry,« ſagte Lady Lisle in feſtem Tone,und ganz gewiß verſchweigſt Du mir etwas. Du leideſt, ein gewaltiger Schmerz bedruͤckt Dich. Was fehlt Dir, mein theurer Sohn? Du ſchweigſt immer noch. Sage es mir frei heraus nicht wahr, Du glaubſt, daß Du in dieſem Augenblicke einen vergeblichen Schritt bei dem Könige thuſt? Wohlan, mein Sohn, thue ihn nicht. Du wirſt einigen Freunden, die gern ihre Bitten mit den deinigen vereinen würden, viel Mühe und Kummer berei⸗ ten. Mit ihnen vereinigt wirſt Du dein Vorhaben glücklich beenden, das ſage ich nochmals, aber was iſt im Grunde ge⸗ nommen damit gewonnen? Man wird mir nur einen Reſt von einem unruhig bewegten Leben erhalten. Sieh, ich bin alt und hinfällig, und wenn Gott mich einmal abrufen will, ſo iſt es vielleicht Widerſetzlichkeit gegen ſeinen Willen, wenn Du Se. Majeſtät den König, unſern Herrn, bitteſt, mich zu begnadigen. Was fehlt mir armen alten, zum Feuertode ver⸗ urtheilten Chriſtin jetzt noch? Weiter nichts als ein frommer Beichtiger. Ja, mein lieber Sohn, Du hatteſt Recht, als Du zögerteſt. Du brauchſt nicht erſt nach London zu gehen, um