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keit annehmen. Dennoch aber und ſo lange noch Zeit iſt, möchte ich, wie ich geſtehe, die Sorge für mein Seelenheil den Händen eines Geiſtlichen anvertrauen den ich ſelbſt gewählt haben würde, zu dem ich das Vertrauen beſäße, welches den Sünder drängt, ſeine ganze Seele zu den Füßen eines Die⸗ ners des Allerhöchſten auszuſchütten. Ich habe deshalb an den Abt Joſe Caetano gedacht. Er flößt mir vorzugsweiſe von allen katholiſchen Prieſtern, die ich kenne, jenes Vertrauen ein, von welchem ich ſo eben ſprach. Ich bin überzeugt, daß er auf meine erſte Bitte herbeieilen würde, um mir die letzten Tröſtungen unſerer heiligen Religion zu ſpenden. Könnteſt Du nicht, mein Sohn, ehe Du nach London abreiſeſt, einen ſchnellen und zuverläſſigen Boten nach Taunton abſenden, der dieſen würdigen Prieſter von meinem Wunſche in Kennt⸗ niß ſetzt?«
Der Streich, welcher Henry durch dieſes Verlangen ſeiner Mutter verſetzt ward, traf ihn bis in die innerſte Seele und erfüllte ihn mit der ſchmerzlichſten Unruhe. Mit ſeltenem Muthe und erhabener Selbſtverläugnung hatte er ſeiner Mut⸗ ter die Geliebte geopfert. Um ihr ohne Verzug zu Hilfe eilen zu können, hatte er Lucy einer Gefahr ausgeſetzt gelaſſen, deren furchtbare Größe er ſeit einem Augenblicke nur noch beſſer verſtand. Dennoch aber hatte er nicht die Hoffnung ver⸗ loren, dieſes junge angebetete Weſen von der Schmach zu retten, mit der es durch die boshafte Hartnäckigkeit des Ober⸗ commandanten der königlichen Truppen bedroht ward. Er hatte Lucy dem Manne anvertraut, der nach ſeiner Meinung der geeignetſte war, um ſie vor dieſer furchtbaren Gefahr zu ſchützen, und jetzt verlangte ſeine Mutter plötzlich, der armen Flüchtlingin dieſe letzte Stütze, dieſen ſichern und ergebenen Beſchützer zu rauben, ſie bat ihn, den Abbé Caetano, welcher


