Teil eines Werkes 
[1. Bd.] (1859)
Entstehung
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wird, wenn ich die Friſt bewillige, die Ihr mir die Ehre er⸗ zeigt von mir zu verlangen?«

Ich würde glauben, dem König eine unverzeihliche Beleidigung zuzufügen, wenn ich Euch nicht mit einem unbe⸗ dingten Ja antwortete.«

Wohlan, Mylord, entgegnete Jeffreys, indem er ſich bemühte, ſeiner Phyſiognomie einen Ausdruck von Freude zu geben,da dem ſo iſt, ſo zögere ich nicht, um Euch ange⸗ nehm zu ſeyn, einige der ſtrengen Verbindlichkeiten hintanzu⸗ ſetzen, welche mir durch die Umſtände geboten werden. Möge eure Hoffnung ſich nicht täuſchen. Ihr wiſſet, daß der Ernſt der Conjuncturen oft die beſten Fürſten zwingt, der Gute ih⸗ res Herzens Schweigen zu gebieten.

»Mylord, von eurer Courtoiſie hoffte ich dies,« ſagte Ken.»Wie viel Tage Friſt gewähret Ihr uns?«

»Beſtimmet Ihr ſelbſt die Zahl der Tage,« antwortete Jeffreys,vergeſſet aber, wenn ich bitten darf, nicht, daß meine Functionen mich anderwärts hinrufen, und daß ich jetzt erſt den Anfang einer amtlichen Rundreiſe mache, die wahrſcheinlich ziemlich lange dauern wird.«

»Wohlan, ſagte Ken,»arrangiren wir die Dinge zum Beſten aller Intereſſen. Lord Henry Lisle braucht einen gan⸗ zen Tag, um ſich nach London zu begeben, und eben ſo lange um zurückzukommen, und Euch die Begnadigung ſeiner Mut⸗ ter zu melden. Es kann leicht geſchehen, daß er Se. Majeſtät nicht gleich bei ſeiner Ankunft in der Hauptſtadt zu ſprechen bekommt. Dies alles erwägend, Mylord Oberrich⸗ ter, glaube ich, daß ich eure Güte nicht mißbrauche, wenn ich um eine Friſt von fünf Tagen bitte.

»Fünf Tage das iſt viel, Mylord! Es iſt mir aber zu angenehm, euren Wunſch erfüllen zu können, als daß ich