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das Tribunal Mylady Alice Lisle zum Tode. Dieſe Strafe wird durch das Feuer ſtattfinden. Das ſo eben verkündete Ur⸗ theil wird noch heute Abend in Vollzug geſetzt werden.«
»Gott beſchütze und ſegne den König!« rief Lady Lisle.
»Fluch und Verdammniß!« rief Henry dumpf vor ſich hin.„So lange ich lebe, ſoll dieſes Urtheil nicht vollzogen werden.«
Eine Hand legte ſich behutſam auf den Arm des jungen Mannes und eine Stimme murmelte ihm in's Ohr:
„»Faßt Euch Mylord, und habt die Güte mir zu folgen.« 1
Der junge Gardelieutenant drehte ſich raſch herum.
»Ach. Ihr ſeyd es, Suſanne?« rief er.»Was wollt Ihr von mir? Wohin und warum ſoll ich Euch folgen?«
»Ihr müßt mir zu Mylord Ken, dem Biſchof von Bath und Wells, folgen, um durch ſeine Vermittlung und die der Geiſtlichkeit von Wincheſter einen Aufſchub der Vollziehung des Urtheils zu erhalten, welches Ihr ſo eben vernommen habt— einen Aufſchub, der Euch Zeit gibt, den König zu ſprechen und durch eure Bemühung und die eurer Freunde die Begnadi⸗ gung eurer Mutter zu erlangen.«
„»Laßt mich ſie wenigſtens umarmen, ehe man ſie in das Gefängniß zurückbringt,« entgegnete Henry.
»Nein, nein; Mylord Ken ſteht im Begriff wieder in den Wagen zu ſteigen, um in ſeine Diöceſe zurückzukehren. Ihr habt keinen Augenblick zu verlieren; kommet!«
Ohne auf die Antwort Henry's zu warten, der in dieſem Augenblick einen Blick unausſprechlichen Kummers auf ſeine Mutter heftete, faßte Suſanne ihn bei der Hand, drängte die
Menge, welche Lady Lisle betrachtete und ihren Muth und Der Tiger von Tanger. VII. 5


