66 ihre Seelengröße bewunderte, auf die Seite und führte den jungen Lord aus dem Aſſiſenſaal und zu dem Juſtizpalaſt hinaus.
Während die Irländerin und Lord Henry Lisle ſich zu
dem ehrwürdigen Prälaten begaben, war Jeffreys in ſeinen Wagen geſtiegen und hatte ſich in aller Eile nach dem Hotel „zum goldenen Einhorn« fahren und hierher ſofort den Hen⸗ ker rufen laſſen. 3»Mein lieber Ketch,« ſagte er zu ihm,»heute Abend werden wir unſere große Eröffnung ſpielen. Es iſt ſchon ſpät und Du haſt nur eben noch Zeit, um mitten auf dem Markt⸗ platze den Scheiterhaufen für Lady Lisle errichten zu laſſen. Glaubſt Du binnen hier und einer Stunde damit fertig ſeyn zu können?«
»Binnen hier und einer Stunde, Mylord? Das iſt frei⸗ lich ein wenig kurz. Doch gleichviel. Ich werde bereit ſeyn und verſpreche Euch, mich nicht eine einzige Minute zu ver⸗ ſpäten.«
»Bereit ſeyn iſt noch nicht Alles, Ketch. Man muß nicht blos ſich fertig halten, etwas zu tzun. ſondern man muß es auch wirklich thun.«
„»O, ſeyd unbekümmert, es wird Alles beſorgt werden.⸗
„Ich verlange aber etwas Prachtvolles, einen Scheiter⸗ haufen, der eines Königs würdig iſt. Bedenke, Ketch, bedenke, daß dies unſere erſte Gaſtrolle iſt, die wir hier geben. Es wäre beklagenswerth, wenn wir ſie nicht gut ſpielen ſollten. Wincheſter, London, Gnalandad die Welt halten ihre e lugen auf Flamme dieſes Scheiterhaufens meinänslgenten bis in(den Hin⸗ tergrund der geheimſten Verſtecke leuchten, wo ſich verhaßte Re⸗ bellen verborgen halten. Dieſe Flamme muß das verſtockte Herz
—., ‚——


