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„»Ich habe alſo Freunde, welche über meine Mutter wa⸗ chen?« dachte er.„Wohlan, faſſen wir Muth und war⸗ ten wir.«
Noch waren nicht zehn Minuten verſtrichen, als Jeffreys, der ſich in ſeinem Seſſel wie ein Beſeſſener geberdete und von der unbezwinglichſten Ungeduld gefoltert zu werden ſchien, ſich raſch erhob und zu dem Thürſteher gewendet dieſem zuſchrie:
»Saget dieſen Geſchworenen, daß ſie meine Langmuth mit ihren unendlichen Berathungen erſchöpft haben. Saget ihnen, daß ich nicht begreife, wie ſie in einer ſo einfachen Sache überhaupt einer Berathung bedürfen. Saget ihnen, daß ſie auf der Stelle wiederkommen ſollen. Wo nicht, ſo hebe ich die Sitzung auf und laſſe ſie die ganze Nacht in ihr Zimmer einſperren!«
Der Thürſteher gehorchte und einen Augenblick nach ſei⸗ nem Weggange aus dem Gerichtsſaale ſah man die Geſchwo⸗ renen wieder in denſelben zurückkehren. Alle dieſe Männer, deren Muth und Freiſinnigkeit die liberalen Inſtitutionen des Landes die Ehre und das Leben ihrer Mitbürger anvertraut hatten, gingen mit geſenktem Haupte einher. Die Furcht vor Jeffreys Drohungen ſchien in ihnen ſelbſtſtändiges Urtheil, Willen und Bewußtſeyn vernichtet zu haben.
Ganz beſonders ihr Vormann bot einen kläglichen An⸗ blick dar. Er ſchlich niedergebeugt von ſeiner Schande einher gleich den Verdammten Dante's unter ihrem bleiernen Man⸗ tel. Als er ſich an der Spitze ſeiner Collegen näherte, um das dritte Verdict zu verkünden, war ſein Geſicht todtenblaß, ſeine Stirn triefte von Schweiß, ſein Blick war unſicher, ſeine Kniee


