Teil eines Werkes 
[1. Bd.] (1859)
Entstehung
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Hand geben. Kehret in euer Berathungszimmer zurück und

überlegt Euch die Sache reiflicher. Saget Euch, daß, wenn bei Eröffnung einer ſo wichtigen Seſſion, wenn es ſich darum handelt, eine ſo verbrecheriſche Schilderhebung zu ſtrafen und mit heilſamem Schrecken Alle zu erfüllen, die ſich verſucht füh⸗ len ſollten, ein ſolches Beiſpiel nachzuahmen, ſagt Euch, daß nichts mehr zu beklagen ſey als ein ſolches Mitleiden wie das, welches Euch verleitet hat, zwei nimmermehr zu rechtfertigende

Ausſprüche zu fällen. Gehet jetzt und wenn Ihr wieder⸗

kommt, ſo erkläret die Angeklagte für ſchuldig. Nur unter dieſer Bedingung kann ich den Zorn des Königs und das Schwert der Gerechtigkeit von Euch abwenden.

Nachdem Jeffreys dieſe Worte mit wilder Geberde her⸗ vorgeſchrien, ſetzte er ſich und die Jury zog ſich abermals zurück.

Das eingeſchüchterte Publicum wagte nicht mehr das leiſeſte Murmeln der Mißbilligung hören zu laſſen.

Was Henry betraf, der eine Beute der gewaltſamſten Entrüſtung war, ſo war er noch unſchlüſſig, welche Haltung er einem ſo unerwarteten Ereigniß gegenüber einnehmen ſollte.

Ein Diener ſeiner Mutter näherte ſich ihm in dieſem Augenblick und übergab ihm ein Stück Papier, auf welchem die einfachen Worte geſchrieben ſtanden:

»Was auch geſchehen möge, Mylord, ſo bleibet ruhig und hütet Euch, eurem gerechten Zorne Raum zu geben. Thut nichts, was geeignet wäre, die Bemühungen zu hemmen, welche eure Freunde machen werden, um eure Mutter zu retten.*

Lord Lisle durchlief dieſe Zeilen mit den Augen. Es war ihm, als ob die Handſchrift ihm nicht unbekannt wäre, aber in ſeine ſchmerzlichen Gedanken verſunken, achtete er weiter

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