Teil eines Werkes 
[1. Bd.] (1859)
Entstehung
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dann, wenn dieſer Cornwell ſchuldig wäre, wie kann man eine Frau wegen einer That, die mehr Lob als Tadel ver⸗ dient, auf den Scheiterhaufen ſchicken?«

Plötzlich trat allgemeines Schweigen ein, denn die Stimme des Thürſtehers verkündete den Wiedereintritt der Geſchworenen.

Sie erſchienen in der That, nahmen ihre Plätze ein und nachdem der Vormann ſich erhoben, erklärte er die Angeklagte für nichtſchuldig.

Jeffreys ſprang ſofort wüthend von ſeinem Sitz auf und ſchrie mit funkelnden Augen, drohender Geberde und ſchäu⸗ mendem Munde:

»Alſo, Geſchworene, die ſich wahrſcheinlich treue Unter⸗ thanen Seiner Majeſtät des Königs von England nennen, wa⸗ gen am hellen lichten Tage gegen die königliche Autorität zu complottiren? Sie ſcheuen ſich nicht, die Rebellion zu unter⸗ ſtützen, indem ſie Die, welche Rebellen beherbergen und ſie der gerechten Strenge der Geſetze entziehen, für unſchuldig erklä⸗ ren. Schon gut, die Gerechtigkeit wird ſich die Sache über⸗ legen! Sie wird ſehen, ob ſie vor einem ſolchen Verbrechen, vor einem ſo ſtrafbaren Beginnen das Haupt ſenken ſoll. Ich habe, Geſchworene. Euch dies ſchon einmal geſagt, als Ihr, vor dieſer Wiederholung, wagtet, die Angeklagte nichtſchuldig zu erklären. Worauf, wenn ich fragen darf, gründet Ihr denn eine ſo verabſcheuungswürdige Erklärung? Iſt vielleicht das offenkundig begangene Verbrechen nicht vorhanden? Meine Herren Geſchworenen, ich will Euch gern als verirrte Gemü⸗ ther betrachten, aber Ihr begreift, daß meine Nachſicht Gren⸗ zen haben muß. Ich will, ehe ich die Stimme gegen Euch er⸗ hebe und Euch ſelbſt vor dieſe Schranken ſtellen laſſe, noch einen letzten Verſuch machen und Euch ein letztes Mittel an die