enrh Vor⸗ Aber einer eiten nkeit
be⸗ ngs⸗
das
die⸗ nnes ater⸗ liche
eine
nach,
einer
59
„»Ach!« ſagte die arme Frau, indem ſie vergebens ſich⸗ von ihrem Sitze zu erheben ſuchte,„ſeyd Ihr es, mein geehr⸗ ter Gebieter? Ach! ach!«
»Wo iſt meine Mutter?⸗
„»Vor dem Tribunal, wohin ihr ſämmtliche Leute des Hauſes gefolgt ſind.«
Lord Lisle eilte wieder auf die Straße hinaus und trat zehn Minuten ſpäter in den Juſtizpalaſt, indem er ſich mit großer Mühe durch die dichte Menge hindurchdrängte, welche alle Zugänge anfüllte. In dem Saale angelangt, wo vor vier Stunden die allzuberüchtigten Aſſiſen des Weſtens eröffnet worden, ſah er zuerſt Jeffreys, welcher bei dieſem Tribunal den Vorſitz führte. Zwei Richter ſaßen zu ſeiner Rechten, zwei zu ſeiner Linken— alle vier waren von ihm ſelbſt gewählt und am Morgen dieſes Tages von London angelangt.
Die Arroganz des Präſidenten und die knechtiſche Ge⸗ ſinnung, die ſich in dem Geſicht ſeiner Beiſitzer malte, waren von der ſchlimmſten Vorbedeutung. Der den Magiſtratsperſo⸗ nen, den Geſchwornen, den Advocaten, den Angeklagten und den Zeugen vorbehaltene Raum war von einer Spalier Miliz⸗ ſoldaten umgeben.
Henry, welcher ſo ſehnlich ſich ſeiner Mutter zu nähern wünſchte, ſah ſich durch dieſes unüberwindliche Hinderniß aufgehalten. Er hob ſich nun auf die Fußſpitzen und ſuchte Lady Lisle mit den Augen. Dieſe füllten ſich mit Thränen, als er die alte würdige Dame vor dem Tribunal in ruhiger, edler Haltung ſitzen ſah, während ſie ihre Richter mit feſtem, klarem Blick betrachtete und ihr ergrautes Haar über das bleiche, ha⸗ gere Antlitz auf ihre ſchwarze Kleidung herabfiel.
Die Sitzung war in dieſem Augenblick auf einige Zeit aufgehoben und während die Richter und die Menge ungedul⸗


