dieſer Gedanke mir nicht ſchon vorher gekommen? Ja, ſo iſt es! ſo iſt es! Percy Kirke, Du mußt ſterben! Rufe deine Lämmer zu deiner Hilfe herbei— ſie ſollen mich nicht abhal⸗ ten, Dich umzubringen! Vorwärts, mein gutes Pferd, vor⸗ wärts!«
William begriff, was ſein Herr machen wollte, ohne ſeine Worte verſtanden zu haben. Er machte eine verzweifelte Anſtrengung, ſtieß ſeinem Pferd die Sporen in die Flanken und warf ſich Henrh in den Weg. Der Zuſammenprall der
beiden Reiter war ſo heftig, daß der alte Diener und ſein Pferd
zehn Schritte weit geſchleudert wurden und ſich im Staube der Straße wälzten. Lord Lisle ſprang von ſeinem Pferde und eilte auf William zu.
»Haſt Du Schaden genommen, mein Freund?« fragte er ſofort.
»Nein, Mylord,« antwortete der treue Diener, indem er ſich aufraffte.
»Aber warum begingeſt Du auch eine ſolche Thorheit?«
»Ich bin es nicht, der eine ſolche Thorheit beging, My⸗ lord. Verzeihet mir, daß ich es Euch ſage, Mylord.⸗
»Biſt Du von Sinnen?« rief der junge Mann mit zorn⸗ flammendem Blick.»Nach deiner Meinung bin ich alſo ein Narr, weil ich Percy Kirke umbringen will.⸗
»Tödtet mich, Mylord,« antwortete William muthig, »aber ich wiederhole nochmals: Ja, es war eine Thorheit, welche Ihr ſo eben begehen wolltet, und um Euch daran zu hindern, würde ich nicht zögern, mich nochmals einem ſichern Tode preiszugeben. Wie, Ihr wollet einen General mitten un⸗ ter ſeiner Armee angreifen? Selbſt wenn er ſeinen Soldaten Befehl gäbe, einen Kreis um Euch Beide zu ſchließen, um eurem Duell beizuwohnen: glaubt Ihr, daß, wenn er Euch


