4
an mir immer einen ehrlichen freimüthigen Spieler finden wer⸗ det, der, um einen ſolchen Einſatz zu vertheidigen, ſtets wach bleiben wird. Und wenn der Obergeneral der königlichen Armee in dieſer Angelegenheit nicht an die Stelle meines Nebenbuhlers tritt, ſo hoffe ich—«
Kirke runzelte die Stirn und ſagte in ernſtem Tone:
„Ah, Mylord, Ihr werdet mir wenigſtens die Gerechtig⸗ keit widerfahren laſſen, daß ich bis jetzt von keinem Mittel Gebrauch gemacht habe, welches meiner Perſon fremd gewe⸗ ſen wäre. Ichhabe den Kampf als Mann gegen Mann und nicht als Chef gegen einen Untergebenen begonnen, und ganz gewiß habt Ihr geſehen, daß ich meinen Gegner von Lincoln's Inn Fields zu reſpectiren gewußt habe. Und nun auf Wiederſehen morgen, Mylord, denn ich glaube doch nicht, daß Ihr mit mir und meinen lieben Gefährten von Tanger zu ſoupiren wünſchet.« 1
Der Adjutant des Nachfolgers Feversham’s antwortete nicht ſogleich auf dieſe indirecte Einladung. Seine Augen hef⸗ teten ſich auf die des Obergenerals. Er ſah in denſelben einen unermeßlichen, aber muthigen und ſo zu ſagen ehrlichen Haß.
Dann brach er dieſes kurze Schweigen und ſagte:
„Ihr habt Recht, General, ich würde das Souper aus⸗ ſchlagen, da Ihr aber ſo eben den Obercommandanten der
königlichen Armee vor dem Manne habt zurückweichen laſſen,
welcher die Klinge mit mir gekreuzl hat, ſo wißt Ihr, daß es elwas gibt, was ich ſehr gern annehmen würde.«
„Ja, ja, ich verſtehe,« entgegnete Perey Kirke,»aber nur ein wenig Geduld! Ich verſpreche Euch, daß der Augen⸗ blick nicht fern iſt, wo ich Euch dieſe Satisfaction geben werde. Indeß wird dies nicht eher geſchehen als—«


