Teil eines Werkes 
[2. Band] (1858)
Entstehung
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»Aber dennoch wißt Ihr, daß ich ihn liebe ich habe es Euch geſagt ich habe es Euch wiederholt ich habe Alles verſucht, um Euch ſein Herz zu entreißen.

»Leider ja, ich weiß es. Und wenn Ihr mir es auch nicht geſagt hättet, ſo hätte ich es errathen.«

»Aber ich liebe ihn nicht mehr. O nein,« murmelte die Irländerin die Stimme ſenkend.

»Sagt das nicht, Suſanne. Es iſt dies das erſte Mal, daß ich Euch der Wahrheit untreu werden höre.«

»Nun, wenn ich ihn auch noch liebe, bin ich nicht ſeiner unwürdig? Und dann verdient dieſe Liebe nichts mehr als euer Mitleid. Sie kann Euch keinen Augenblick lang mehr unruhig machen.«

Luch ſchwieg.

»Ihr ſchweigt, Miß Lucy?« hob Suſanne in traurigem Tone wieder an.»Ihr findet wahrſcheinlich, daß ich Recht habe; Ihr findet, wie er, wie ich, daß ich ſeiner unwürdig bin. Ich nehme dieſes Urtheil hin und beuge mein Haupt. Ja ich bin unwürdig, jemals ſein Weib zu werden. Alles, was ich Euch geſtern hier ſagte, als ich Euch erklärte, ich würde Euch ſein Herz, ſeine Hand, ſeinen Namen ſtreitig machen, ſelbſt wenn Mylady Lisle und Se. Majeſtät der König Jacob II. zugeſagt, ihn Euch zum Gatten zu geben, alles dies müßt Ihr vergeſſen, Miß Lucy. Es ſind eitle Worte es ſind entſchwundene Träume. Wenn ich aber ſeiner Liebe unwür⸗ dig bin, ha! dann fühle ich mich und zwar Dank meinem Unglück mehr als je ſeiner Freundſchaft würdig. Deswe⸗ gen that er unrecht daran, mich ſo zurückzuſtoßen, wie er vor⸗ hin that. Er hätte ſich ſagen ſollen, daß um ſeinetwillen die arme Suſanne ſich ins Verderben geſtürzt hat, er hätte ihr