Teil eines Werkes 
[2. Band] (1858)
Entstehung
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Poeten, dieſem vom Zufall geſchaffenen Centaur, lag durch⸗ aus nichts daran, während des noch übrigen Tages die Rei⸗ terkünſte des Morgens zu wiederholen.

Was Suſannen betraf, ſo war ihr Gemüth vollſtändig die Beute eines der entſetzlichſten Stürme, welche den Men⸗ ſchen treffen, aufregen und martern können.

Seit mehr als einer Stunde, nachdem Henry die Hüͦtte verlaſſen, hatte ſie noch keinen zuſammenhängenden Satz aus⸗ geſprochen. Nur gebrochene Worte und im Tone des tiefſten Schmerzes oder des wildeſten Zornes hervorgeſtoßene Ausru⸗ fungen waren ihren bleichen Lippen entſchlüpft.

Bald ging ſie mit raſchen Schritten durch die beiden Zimmer, indem ſie laute Verwünſchungen ausſtieß, weinte, ſchluchzte, mit den Zähnen knirſchte und durch die Heftigkeit ihrer Verzweiflung die arme Lucy erſchreckte, welche nicht ein⸗ mal zu verſuchen wagte, ſie zu tröſten.

Bald verſank ſie in vollſtändiges Schweigen und zwar ohne allmäligen Uebergang, plötzlich, augenblicklich und un⸗ erwartet.

Seit einigen Augenblicken ſtand ſie ſo mit dem Rücken an eine der dunnen Säulen des Bettes gelehnt. Körper, Ge⸗ ſicht und Haltung zeigten den Ausdruck und die Unbeweglich⸗ keit einer Bildſäule der Reſignation.

Lucy näherte ſich ihr ermuthigt mit einer Geberde ſanf⸗ ten Mitleids und wollte ſie bei den Händen faſſen. Suſanne zog ſie aber raſch zurück und trat auf die Seite.

»Laßt mich!« rief ſie.»Beſudelt Euch nicht durch meine Berührung Ihr reine, Ihr fleckenloſe Jungfrau.

Lucy trat zurück und ward bleich vor dem grimmigen Blicke, den Fitzgerald's Schweſter auf ſie warf.

Mit trockenem, düſterglühendem Auge, zuckender Lippe