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„»Nicht wahr, meine Cameraden und ich können auf das Verſprechen rechnen, welches Ihr uns gegeben? Ihr werdet dem Generalmajor nichts ſagen?«
„Ihr habt alſo wohl große Furcht vor ihm?« fragte Suſanne ihn ſpöttiſchem Tone.
„Stellet mich der ganzen Armee Monmouth's gegenüber,“ antwortete der Soldat,»aber bewahrt mich vor dem Zorne Percy Kirke's.— Er iſt mein Oberſt geweſen und auch ich kann ſagen, daß ich ihn kenne.“
„Geht, mein Freund und ſeyd unbeſorgt— weder Ihr noch eure Cameraden habt etwas zu fürchten. Ich werde mein Wort halten.“
Der junge Mann entfernte ſich und Luch's Nebenbuh⸗ lerin lenkte ihre Schritte nach dem Zelte. Zwei Schildwachen ſtanden am Eingange dieſes militäriſchen Aſyls, welches der furchtbare Oberſt in Tanger hatte verfertigen laſſen und wel⸗ ches ſich durch ſeine Form und ſeine mauriſchen Verzierungen auszeichnete.
„Kann ich den Generalmajor Percy Kirke ſprechen?⸗ fragte Suſanne eine der Schildwachen.
Der Soldat wollte dieſe Frage beantworten, als zwei aus dem Innern des Zeltes hervortretende Offiziere ſich an der
Thur zeigten. Es waren der Generalmajor ſelbſt und ſein Ad⸗ jutant Henry Lisle. Ihre Züge wurden vollſtändig durch den Schein einer Lampe beleuchtet, die auf einem Tiſche ſtand, auf welchem die Karte der weſtlichen Grafſchaften ausgebreitet lag. Suſanne erkannte ſie ſofort und hätte beinahe ihren Lip⸗ pen den ihrem Herzen eingegrabenen geliebten Namen ent⸗ ſchlüpfen laſſen. Sie faßte ſich jedoch und trat raſch in den Schatten. „Geht, Sir,“« ſagte Kirke zu Lord Lisle, v»erfüllt genau


