Teil eines Werkes 
[1. Band] (1858)
Entstehung
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ſtande war und Suſanne fühlte trotz ihres Muthes, ihrer Behendigkeit und ihrer Kraft ſich doch bald ermüden. Ihre kleinen, glücklicherweiſe aber doch mit derben Stiefelchen be⸗ kleideten Füße ſanken bei jedem Schritt in den tiefen, zähen Schmutz hinein und die Anſtrengungen, welche ſie machen mußte, um ſie wieder herauszuziehen, verzögerten ihren Marſch auf ſehr beſchwerliche Weiſe.

Während ſie mit ihrer gewohnten Energie gegen dieſes Hinderniß kämpfte, welches ſie weit leichter zu beſiegen gehofft, richtete ſie auch öfters die Augen in die Höhe und ſchaute vor ſich hin. Die Sonne war untergegangen und nach Weſten hin zeigte der Himmel einen breiten Gürtel von dunklem Pur⸗ pur, und auf dieſem prachtvollen Hintergrunde hoben ſich in ſchwarzen Umriſſen die Thürme der Dörfer ab, auf welche die Irländerin zuſchritt. Sie begriff, daß ſie dieſelben bald nicht mehr ſehen würde, denn ein dichter Nebel ſtieg von die⸗ ſen unermeßlichen Moräſten auf, ward mit jedem Augenblicke dichter und begann ſchon alle Formen unter ſeinem feuchten Leichentuche zu verhüllen und alle Lichter zu verlöſchen.

Jedes andere Weib an Suſannens Stelle würde in einer ſolchen Lage den Muth verloren und ſich der Verzweif⸗ lung in die Arme geworfen haben; Fitzgerald's Schweſter aber, die durch die Liebe, welche ſie fur Henrh Lisle empfand, aufrecht erhalten und gehoben ward, fühlte ihre Kräfte ſich verdoppeln, wenn ſie bedachte, daß, wennſie nichtzeitlich genug käme, der edle junge Mann binnen wenigen Stunden unter dem von Jeffreys gelenkten Dolche fallen würde.

Plötzlich ſah Suſanne den Weg, den ſie verfolgte, brei⸗ ter werden. Sie betrat nun eine umfangreiche Heide.

Dank ſey Gott!« rief ſie,»nun kann ich laufen.« Einige Augenblicke ſpäter langte Suſanne, ganz außer