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„Es iſt mir nicht erlaubt, ſie Dir mitzutheilen, Lucy,“⸗ antwortete er.„Uebrigens kann Dir auch wenig daran lie⸗ gen, ſie zu kennen.«
„Im Gegentheile, lieber Vater, denn wenn ich wäh⸗ rend des Angriffs in die Hände einer Abtheilung unſerer Brü⸗ der fiele, die mich nicht kennen, ſo könnte dieſe Parole viele Verlegenheiten erſparen, weil ſie jeden Verdacht von meiner Perſon abwenden würde.“«
„»Ja, Du haſt Recht, geliebte Tochter,« antwortete Murray, nachdem er einige Augenblicke nachgedacht.—»Die Kenntniß dieſer Parole kann Dir in der That nützlich ſeyn⸗ Ich verlange daher blos, ehe ich ſie Dir mittheile, daß Du Dich mit einem Schwure verpflichteſt, ſie Niemanden zu offen⸗ baren.*
Lucy zögerte; ein heftiger Kampf fand in ihrem Innern ſtatt; dennoch aber war ihr Entſchluß ſehr bald gefaßt.
„Ich ſchwöre es, mein Vater,« murmelte ſie mit be⸗ wegter Stimme.
„»Die Parole, mein Kind, iſt Soho. Jetzt gib mir dei⸗ nen Arm, Lucy. Es iſt heute Sonntag, wir müſſen uns zur Predigt begeben.“
„Es wird alſo gepredigt, mein Vater? Wo denn? In der Kirche?«
„Nein, mein Kind, auf der Schloßwieſe. Unter freiem Himmel, im Angeſichte der ganzen Welt müſſen Die beten, welche für die wahre Religion zu fechten und zu ſterben gehen.«
„»Mein Vater,« ſagte Lucy,»ich bitte Euch um Erlaub⸗ niß, noch einige Augenblicke allein bleiben zu dürfen. Ich er⸗ warte eine arme Frau, der ich einen Dienſt leiſten ſoll. Ich werde Euch ſehr bald einholen.«


