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»Wie ſo, Ferguſſon?«
»Wenn ich ſage in London, ſo übertreibe ich, gnädig⸗ ſter Herr— auf dem Wege nach London, ſollte ich vielmehr ſagen. Made hat dieſe Beſorgung übernommen und ſich des⸗ halb in der verwichenen Nacht an's Land ſetzen laſſen.«
»Aber, Ferguſſon, dieſes Manifeſt hatte ja noch nicht meine Sanction erhalten. Deine Keckheit ſcheint mir ein we⸗ nig weit zu gehen.⸗
»Gnädigſter Herr,« rief der Verräther mit Nachdruck, »ein Unterthan, der mit Leib und Seele ſeinem König erge⸗ ben iſt— denn für mich ſeyd Ihr der einzige Souverain von England— darf, wenn es ſich um die Intereſſen ſeines Herrn handelt, ſich nicht durch die Furcht vor Ungnade zu⸗ rückhalten laſſen. Dafern euer Vorhaben nur gelingt, wovon ich feſt überzeugt bin— kommt mir wenig darauf an, ob ich geopfert werde. Der Herzog von Monmouth möge den Platz einnehmen, der ihm gebührt, und Ferguſſon wird es nicht ein⸗ fallen, ſich über die Undankbarkeit zu beklagen, womit man ſeinen Eifer, ſeine Bemühungen, ſeine grenzenloſe Hingebung belohnen wird, er wird die über ihn verhängte Ungnade mit Würde zu tragen wiſſen.
»Ja, ja. Ferguſſon, ich weiß, daß Du mir vollkommen
ergeben biſt,« ſagte Monmouth nach einer kurzen Pauſe,„ich
weiß, daß ich auf Dich rechnen kann, wie auf mich ſelbſt; doch gleichviel; ein andermal thue einen ſo wichtigen Schritt nicht wieder, ohne mich zu Rathe zu ziehen. Es iſt dies nicht ein Befehl, ſondern vielmehr eine Bitte, welche ich an Dich richte.«
Einige Stunden nach dieſer Unterredung bis zu Ein⸗ bruch der Nacht hatten ſich fünfzehnhundert Mann, das heißt beinahe die ſämmtlichen männlichen Bewohner von Lyme, in


