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Ferguſſon machte unter dem Vorwand ſich zu ſammeln, in der That aber um Zeit zu gewinnen, eine kleine Pauſe. Ein faſt unbemerkbares Zittern der Augenlieder, ein eben ſo flüchtiger Asdruck von Unruhe, der wie ein Blitz aus ſeinen kleinen Augen zuckte, waren die einzigen Zeichen von Gemüths⸗ bewegung, welche ſeine Verlegenheit verriethen— Zeichen, welche Monmouth in ſeinem Vertrauen nicht bemerkte.
Plötzlich zeigte ſich ein flüchtiges Lächeln der Freude auf dem Geſichte des Spions. Ein furchtbares durch die auf dem Verdeck verſammelten Inſurgenten ausgebrachtes Hurrah hallte durch die Lüfte.
„»Es lebe der Befreier Monmouth! Es lebe die Hoch⸗ kirche!« riefen ſie mit Begeiſterung.
»Herzog,“ rief Forguſſon lebhaft,„Euer königliche Ho⸗ heit erlaube mir, Euch einen Rath zu geben.«
»Welchen Rath, Ferguſſon?⸗
»Den, dieſen Eifer und dieſe Begeiſterung eurer Anhän⸗ ger ſich nicht in nutzloſen Ausbrüchen verzehren zu laſſen. Die Ausſchiffung noch länger verſchieben, hieße die Entmu⸗ thigung in die Reihen eurer Freunde tragen.«
»Ja, Sire, Ferguſſon hat Recht,“« beeilte ſich Lady Hen⸗ riette hinzuzufügen, denn ſie fürchtete das Zögern ihres Ge⸗ liebten und es lag ihr daran, ihn auf eine Weiſe zu compro⸗ mittiren, die es ihm nicht mehr möglich machte, zurückzutreten.
Monmouth ſchwieg einen Augenblick lang und dachte nach. Es war augenſcheinlich, daß in dem Augenblick, wo er dem König Jacob dem Zweiten den Fehdehandſchuh in'’s Ge⸗ ſicht warf, alle Gefahren und Schwierigkeiten, von welchen ſein verwegenes Unternehmen ſtarrte, ſich in Maſſe ſeinem Geiſt aufdrängen und ihn mit Unruhe und Unentſchiedenheit erfüllten.
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