Teil eines Werkes 
[1. Band] (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

»Nun, lieber Herzog?« fragte Henriette ungeduldig. »Wohlan! Der Würfel iſt gefallen! Ich gehorche. »Gehorchen, Sire? Dieſes Wort!«

»Gibt den Zuſtand meines Gemüthes vollkommen wie⸗ der! Genug, Henriette genug ich beſchwöre Euch, kommt nicht wieder auf dieſen traurigen und feierlichen Gegen⸗ ſtand zurück. Wir haben ihn ſo eben vollſtändig erſchöpft.

»Sire,« ſagte Ferguſſon,das Rufen wird immer lau⸗ ter, der Enthuſiasmus unſerer Freunde hat ſeinen Gipfelpunkt erreicht. Darf ich Befehl geben, daß man die Boote aus⸗ ſetze?«

»Ja, thut das, mein lieber Ferguſſon.

Der Schotte entfernte ſich in aller Eile, kehrte aber, als ob er ſich plötzlich anders beſänne, noch einmal zu dem Her⸗ zog zurück und legte ihm ſein Manifeſt vor.

»Ach, gnädigſter Herr, beinahe hätte ich vergeſſen eure Unterſchrift.«

Monmouth ergriff aufgeregt und zerſtreut eine Feder und ſchrieb immer noch ſtehend ſeinen Namen unter die Procla⸗ mation.

Ferguſſon ergriff begierig das Papier und entfloh ſo zu ſagen aus dem Conferenzzimmer.

Eine halbe Stunde ſpäter ſtieg Monmouth, nachdem er von Lady Henriette Abſchied genommen, in das größte der be⸗ waffneten Boote, zeigte mit kummervoll ſchwerem Herzen, aber lächelndem Geſicht ſeinen Anhängern und Genoſſen die Küſte Englands und ſagte zu ihnen:

»Dort, meine treuen, tapfern Freunde, werden wir zu ſiegen oder zu ſterben wiſſen.«

Der Tiger von Tanger. IV.