Ein unwillkkürliches und allgemeines Murmeln der Ueberraſchung von den zahlreichen auf dem Cob ſtehenden Gruppen übertäubte die Stimme des alten Matroſen.
Sieben Boote ſtießen von dem größten der Schiffe ab und ruderten auf den Hafen zu. Jedes dieſer Boote war mit Bewaffneten angefüllt, deren Musketen im Sonnenſchein fun⸗ kelten, ſeltſamer Weiſe aber bemerkte man keine Uniform un⸗ ter ihnen.
„Bei dem Oreizack des tropiſchen Gottes,« rief Jack mit lauterer Stimme,»das iſt ja, als ſtünde man auf der Schild⸗ kröteninſel!— man ſollte meinen, es käme da eine Bande Flibuſtier gerudert!“ 3
Da die meiſten Bewohner von Lyme eben ſo wenig wuß⸗ ten, wer der tropiſche Gott als was die Schildkröteninſel war, während ſie zugleich von der Exiſtenz der Flibuſtier nicht die leiſeſte Ahnung hatten, ſo glaubten ſie gewiſſermaßen einen Zauberſpruch zu hören und ſie drängten ſich um den al⸗ ten Jack, indem ſie ihn baten, ſich näher zu erklären.
„Jetzt iſt nicht Zeit, lange Geſchichten zu erzählen,“ entgegnete der alte Seemann kurz.„Wir wollen lieber ſehen, was vorgeht.“
Während der alte Jack mit einem Fernrohr, welches man ihm ſo eben geliehen, nach den auf den Cob zurudern⸗ den Booten ausſchaut, wollen wir unſer Vorrecht als Ro⸗ mandichter benutzen, um den Leſer auf das größte dieſer drei Schiffe zu führen, deren ſeltſame und verdächtige Erſcheinung die Einwohner von Lyme ſo neugierig und unruhig machte.
Vor allen Dingen bemerken wir, daß dieſes Schiff der „Helderenbergh« heißt, daß es als Fregatte getakelt iſt und ein guter Segler zu ſeyn ſcheint. Sodann wollen wir in ſeine Wände von Holz und Eiſen eindringen und vor allen
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