Teil eines Werkes 
2Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 2. Th. (1858)
Entstehung
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»Die Furcht, Mylord,« ſagte er in dumpfem Tone.

»Die Furcht hält Dich ab, William? Und welche ſind die Geſahren, die Dich ſchrecken? Welchen Gefahren kann dein Gehorſam Dich ausſetzen?«

»Mich, für meine Perſon, keiner. Aber, Mylord, wenn ich heute Abend dieſen Weg mache

»Nun rede doch aus! Du ſagteſt: Wenn ich heute Abend dieſen Weg mache nun?«

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»So kann ſich leicht irgend ein Zufall ereignen, der mich abhält, heute Nacht wieder nach Hauſe zu kommen.«

»Was hätte dies weiter zu bedeuten? Ich werde deine Dienſte bis morgen ſehr leicht entbehren können.

»Ja, Mylord, aber dieſe Nacht?«

»Nun, dieſe Nacht werde ich ſchlafen, und von unſerer nahen Rückkehr nach England träumen. Dies wird ein ſehr ſanfter Schlaf ſeyn, William.«

Lord Lisle betrachtete, während er dieſe Worte ſprach, ſeinen Diener mit aufmerkſamem Blicke.

»William,« fuhr er nach einer kurzen Pauſe den Kopf emporwerfend fort,es iſt klar, daß in Dir etwas Seltſames, vorgeht, was Du nicht geſtehen willſt. William, ich will es wiſſen ich bitte Dich, mir die ganze Wahrheit zu ſagen.

»Verzeihet mir mein Zögern, Mylord. Ich wollte Euch eine Störung erſparen ſobald Ihr Euch aber herablaßt mich zu bitten, daß ich ſprechen ſoll, ſo muß ich gehorchen.*

»Erkläre Dich ohne Furcht, William. Ich bin zu ſehr an das Unglück gewöhnt, als daß eine einfache Störung große Gewalt über mich hätte. Was gibt es?«

»Der vortreffliche Herr Müller, Bürgermeiſter von Lau⸗ ſanne, hat mich perſönlich aufgefordert, auf meiner Hut zu ſeyn und euer Leben, Mylord, ſorgfältiger als je zu überwachen.