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Beide dort ſeyn, mein guter William; ja, ja, unſere fünfund⸗ zwanzigjährige Verbannung naht ihrem Ende. Bald, in einem Monat, in einigen Tagen vielleicht werden unſere Füße, die müde ſind, ſich auf fremder Erde hinzuſchleppen, endlich wie⸗ der den heimiſchen Boden betreten.«
»Mylord, Mylord! mein geliebter Herr!« rief der alte Diener mit unausſprechlicher Bewegung,»wenn Ihr dieſer glücklichen Veränderung in unſerer Lage nicht ganz gewiß ſeyd, ſo bitte ich Euch, nicht weiter zu ſprechen. Laßt meinen Augen nicht eine ſo berauſchende Hoffnung leuchten. In meinem Alter, Mylord, weiß man ſich in ein ſicheres Unglück zu fügen, aber man iſt ohne Kraft gegen eine grauſame Täuſchung, denn man hat nicht Zeit zu warten. Mylord, mit gefalteten Händen, auf meinen Knien bitte ich Euch, ſagt mir die Wahr⸗ heit, die ganze Wahrheit! Kann ich hoffen, daß ich noch ein⸗ mal bei den Meinen auf dem friedlichen Kirchhof meines hei⸗ matlichen Dorfes ruhen werde?
»William,« ſagte Lord Lisle mit einem Gemiſche von Feierlichkeit und Zärtlichkeit,»„Gott hat Dich zu meines Glei⸗ chen und deine Treue hat Dich zu meinem Freunde gemacht. Wenn der Schöpfer aller Dinge Dich einmal zu ſich rufen wird, dann wird deine ſterbliche Hülle in der Gruft meiner Familie die wohlverdiente Ruheſtätte finden. Doch ſprechen wir nicht vom Tode, von Trennung! Wir haben durch ge⸗ nug Leiden und Verzweiflung das Recht erkauft, uns bei dem Gedanken unſeres nahen Triumphes zu freuen.⸗
»Unſeres Triumphes, Mylord?⸗
»Ja, William, unſeres Triumphes und des Triumphes Englands. Die Stunde wird ſchlagen, wo unſer ruhmreiches und ſtolzes Vaterland aufhören wird, ſich von Frankreich auf ſchimpfliche Weiſe in's Schlepptau nehmen zu laſſen und um


