Teil eines Werkes 
2Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 2. Th. (1858)
Entstehung
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eine uhr icht, ma⸗ fol⸗ gen.

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anders ſeyn. Seine Mutter war zu überzeugt in ihrem Irr⸗ thum, um ihn nicht ihren Sohn theilen zu laſſen Die große Tugend der Mutter mußte das Kind ins Verderben ſtürzen. Vergebens ſuchte Murray, mein treuer und ergebener Freund, den Einfluß der Mutter zu bekämpfen und meinen armen Henry zu retten. Zwiſchen einem Fremden und ſeiner Mutter konnte Henry nicht lange ſchwanken. Wohlan, noch heute habe ich nicht alle Hoffnung verloren. Warum ſollte mein Sohn, der mittlerweile ein Mann geworden und im Stande iſt, die Dinge ſelbſt zu ſehen, ſelbſt zu ſtudiren und zu verglei⸗ chen, warum ſollte mein Sohn, wenn er endlich einſieht, auf welchem unrichtigen und beklagenswerthen Wege er ſich befin⸗ det, nicht den ſtrafbaren Glauben abſchwören, welcher der Unerfahrenheit ſeiner Jugend aufgedrungen worden?«

»Ach, Mylord,« ſagte der alte William, welcher ſelbſt ein eifriger Puritaner war,der Einfluß, welchen Lady Lisle auf Sir Henry ausübt, iſt ſo groß, daß ich eure Hoffnung nicht zu theilen wage es müßte denn ein Wunder geſche⸗ hen ſeyn.«

»Und wer ſagt Dir denn, verſtockter Sünder, der Du

die Macht Gottes in Zweifel zu ziehen wagſt, wer ſagt Dir denn, daß dieſes Wunder nicht ſtattfinden werde?« unterbrach ihn der Verbannte lebhaft.»Es bereitet ſich ſchon vor und die Vorſehung ſcheint es beſchloſſen zu haben. Dieſe Briefe Murray's erwecken in mir Hoffnungen, welche ſich ganz gewiß verwirklichen werden. Henry und Lucy lieben einander, wie Du weißt, ſeit ihrer Kindheit. Ihre Vermälung war mit mei⸗ ner und Sir Charles Murrays' Zuſtimmung beſchloſſen. Lady Lisle hatte, ehe ſie in die Vermälung willigte, die Königin ſprechen und das Project der Billigung dieſer Fürſtin und der

ihres Gemals Carl Stuart unterbreiten wollen. Murray ward