—
die nichts hat als ihre Bitten und ihre Thränen. Mein Sohn,
*
85
Lady Lisle und Sir Charles Murray bemerkten Beide dies Zögern und Beide wollten ihn vollends beſiegen.
„»Mein Sohn, mein Sohn, willſt Du, daß ich Dich auf den Knien bitte?« rief die Mutter.»O, ich befehle nicht. ich bitte. Gegen dieſen unerbittlichen Mann, gegen deine 8 Väter ſtehe ich allein, ich, die arme Frau, die arme Mutter,
habe Mitleid mit mir!«
„Deine Mutter lockt Dich der Schande entgegen, Henry. Kehre um! kehre um!«
„Komm, mein Sohn, ich führe Dich zur Ehre. Komm und kämpfe für deinen Gott, für deinen König, für deine Mutter—«
„In den Reihen der von Jacob von York beſoldeten Mörder ſeines Vaters.«
„Das iſt leicht zu ſagen, nicht wahr? Aber iſt es wohl edel, einen König anzuklagen, der nicht da iſt, um zu ant⸗ worten: Du lügſt!«
„Euer Sohn, Mylady, möge Euch ſelbſt ſagen, was er von meiner Anklage und von eurer Vertheidigung denkt.«
„Du entfernſt Dich von deiner Mutter, mein Henry? — Nun ſo gehe— ich halte Dich nicht mehr!— aber ge⸗ denke meiner letzten Worte: Wir tragen einen verhängnißvol⸗ len Namen, den deine Flucht noch verhaßter machen wird. Ich werde das Blutgerüſt beſteigen— eine innere Stimme ruft es mir zu; aber ich werde Dich in Sicherheit wiſſen und dem Tod entgegenlächeln.“«
„Meine Mutter,“« unterbrach ſie Henry in herzzerreißen⸗ dem Tone.


