Teil eines Werkes 
3Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 3. Th. (1858)
Entstehung
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„Weibiſche Befürchtungen, welche der Mutter Ehre ma. chen, aber den Sohn erniedrigen würden!« rief Sir Charles. „»Nun, ſo gehe, ſo gehe, mein Sohn. Du wirſt in der Muße a deiner ruhigen Verbannung erzählen hören, daß deine Mutter mit kaltem Blute das Beil des Henkers betrachtete, welches

ihr das Haupt vom Rumpfe trennen ſollte.« Henry hielt ſich die Hände vor die Augen und ſtieß einen

halb erſtickten Schrei aus.

„»Der Todeskampf deines Vaters war ein furchtbarer,« ſagte der alte Puritaner.

»Du wirſt erzählen hören,« murmelte die Mutter mit verlöſchender Stimme,»Du wirſt erzählen hören, Henry, daß Lady Lisle noch auf der Folterbank ihren Sohn ſegnete, der ſie dahingebracht—«

Indem ſie dieſe Worte ſprach, lenkte ſie gebeugt und keuchend ihre Schritte nach der Thür.

Luch, welche ſeit dem Beginn dieſes Auftritts unbeweg⸗ lich und ſtumm und wie von Schrecken feſtgebannt dageſtan⸗ den hatte, machte plötzlich eine Geberde von erhabenem, en⸗ gelgleichem Ausdruck, wendete ſich zu dem jungen Manne, den ſie zu verlieren im Begriff ſtand, und rief:

„Henry, folge deiner Mutter!« Der junge Mann gehorchte.