Teil eines Werkes 
3Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 3. Th. (1858)
Entstehung
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cher in meinem Geiſte und in meinem Herzen unwiderruflich feſtſteht.⸗

»Ich muß nicht verſtanden haben, oder Du haſt Dich nicht richtig ausgedrückt. Von welchem Entſchluſſe ſprichſt Du?« fragte Lady Lisle, indem ſie auf ihren Sohn einen Blick hef⸗ tete, der einen Mann von geringerer Feſtigkeit, als Henry be⸗ ſaß, wohl eingeſchüchtert haben würde.

»Von dem Entſchluſſe meine Entlaſſung zu geben und aus der Armee zu treten, liebe Mutter.⸗

Der kalte, gebieteriſche Ausdruck, welchen Lady Lisle's Blick ſeit einigen Augenblicken gehabt, milderte ſich und mit beinahe ſchmeichelnder Stimme ſagte ſie zu ihrem Sohn:

»Haſt Du auch über den Entſchluß, den Du, wie Du

ſagteſt, gefaßt haſt, wohl reiflich nachgedacht? Weißt Du, daß der König, dem deine Anweſenheit unter ſeiner Garde und die Treue, welche Du ihm bis jetzt bewieſen, alle jene blutigen Erinnerungen vergeſſen gemacht haben, welche unſer Name in ſeinem Gemüth erweckt, nachdem Du deine Entlaſſung ge⸗ nommen, in Dir nur noch einen ungehorſamen und gegen ſei⸗ nen Willen rebelliſchen Unterthan ſehen würde? Haſt Du Dir geſagt, daß Du auf dieſe Weiſe Dich und deine Mutter in's Verderben ſtürzen willſt?«

„Ihr würdet Grund haben, dieſe Befürchtungen auszu⸗ ſprechen, liebe Mutter, und ich erkenne an, daß ſie vollkom⸗ men gegründet wären, wenn ich, nachdem ich meine Entlaſſung gegeben, noch in England bleiben wollte.«

»Und wo willſt Du denn hin?«

»Nach Frankreich oder nach Italien, aber nicht allein.⸗

»Ha,“ ſagte Lady Lisle, indem ſie auf eigenthümliche