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Weiſe lächelte,„und mit wem willſt Du denn auf dieſe Weiſe in die Verbannung gehen?«
»Ich werde mit Euch gehen, meine Mutter.«
„Und wer ſagt Dir, mein Sohn daß ich mich dazu ver⸗ ſtehen werde, mein Vaterland zu verlaſſen?«
»Ich werde Euch um die hohe Gunſt bitten, einen Sohn zu begleiten, der für Euch ſtets die unbegrenzteſte Hingebung bewieſen, der Euch zu Liebe unter einem Könige Dienſte ge⸗ nommen, welcher ſeinen unglücklichen Vater fünfundzwanzig Jahre in der Verbannung hat ſchmachten laſſen, der, um Euch zu gehorchen, ſeine Religion aufgegeben und der heute noch bereit iſt. Euch alle Opfer der Welt zu bringen, nur nicht das ſeiner Ehre.“
» Und ſeiner Liebe, nicht wahr, mein Sohn? Warum ſagſt Du das nicht zugleich? Stehe auf, es hat keinen Sinn vor einer Mutter niederzuknien, welche Du auf dieſe Weiſe Andern opferſt.«
Lady Lisle erhob ſich bei dieſen Worten von ihrem Seſ⸗ ſel und ließ auf ihren Sohn einen Blick fallen, der einen fe⸗ ſten Entſchluß verrieth.
»Du kannſt,« fuhr ſie fort,»„gehen wohin Du willſt, und mitnehmen wen es Dir beliebt, aber davon ſey überzeugt, daß ich in England bleibe. Ich werde für Dich Rede ſtehen und wenn ein Opfer fallen muß, wohlan, dann werde ich da ſeyn.« 3
»Meine Mutter! meine theuere Mutter!« ſagte Henry, indem er ſich ebenfalls erhob,„»nein, eine ſolche Verzweiflung werdet Ihr mir nicht bereiten. Ihr werdet mitkommen, ja, Ihr werdet mitkommen. Ihr drohet mir zu bleiben, blos um mich zu ſchrecken, um mich zu zwingen, meinen Entſchluß wie⸗
Der Tiger von Tanger. III. 6


