Teil eines Werkes 
3Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 3. Th. (1858)
Entstehung
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ſich auf eine gänzlich paſſive Rolle zu beſchränken, ſobald er die Nutzloſigkeit ſeiner erſten Anſtrengungen eingeſehen haben würde.

Sir Charles Murray's und Henry's Unbeweglichkeit dauerte übrigens nur einen Augenblick. Beide machten es bald wie Lucy. Sie gingen Lady Lisle entgegen und wurden ſofort, indem ſie die Augen auf ſie richteten, von dem Ausdruck von Unruhe betroffen, der ſich auf ihrem Antlitz malte. Sie wun⸗ derten ſich indeß darüber nicht, ſondern brachten ihn auf Rech⸗ nung des Kummers, den ſie ſeit ihrem Beſuche in Whitehall empfinden mußte.

Es dauerte nicht lange, ſo bemerkten ſie ihren Irrthum.

»Entſchuldigt mich, Sir Charles,« ſagte ſie.»Ich würde zu der meinem Sohne angedeuteten Stunde gekommen ſeyn, wenn ich nicht genöthigt geweſen wäre, zu Hauſe zu bleiben, um einem außerordentlich peinlichen Auftritt beizuwohnen. In dem Augenblick, wo ich in den Wagen ſteigen wollte, um mich zu Euch zu begeben, erſchien ein Sheriff von mehren Con⸗ ſtablern begleitet, in meiner Wohnung.“

„»Wie? Schon?“« unterbrach Lord Lisle, welcher an die un⸗ heilvollen Verkündigungen gedachte, die Suſanne einige Stun⸗ den vorher gegen ihn ausgeſprochen.—

„»Was ſagſt Du, mein Sohn?« fragte Lady Lisle lebhaft. »Du wußteſt alſo, was geſchehen würde? Warum haſt Du in dieſem Falle den armen William nicht gewarnt?«

„William! Was iſt ihm denn begegnet, meine Mutter?«

„Er iſt verhaftet und ins Gefängniß gebracht worden.“

»Und habt Ihr von dem Sheriff den Grund dieſer Ver⸗ haftung erfahren?⸗