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die Söhne jenes Königs vertheidigte, welche ich zum Tode ver⸗ urtheilte und die heute einen Preis auf meinen Kopf ſetzen.⸗
Der Greis ſchwieg und warf auf den beſtürzten jungen Mann einen Blick, in welchem ſtolze Begeiſterung gläͤnzte.
„Letzter der Lisle,« rief er,„ich übergebe Dir das Ver⸗ mächtniß, welches mir anvertraut ward. Nimm dieſes Eiſen und eile, um damit deinen König Jacob Stuart. zu ver⸗ theidigen.«
Vor gewaltiger Gemüthsbewegung zitternd ergriff der junge Ofſizier haſtig den ihm dargebotenen Degen.
»Gebt ihn mir, o gebt ihn mir!« rief er.„Ja, da ſte⸗ hen die Namen und die Tage! Ich ſehe ſie kaum durch meine Thränen hindurch. Schatten meiner Väter, Ihr habet trium⸗ phirt! von heute an werde ich Euer, werde ich Deiner, Lucy, wieder würdig!«
Luch warf ſich mit einer Bewegung, welcher ihr Wille gänzlich fremd war, in Lord Lisle's geöffnete Arme. Einen Augenblick lang hörte man nur ein verworrenes Geräuſch von Seußzern und Schluchzen.
»Ja, ſo nehme ich Euch an, Henry!« rief Lucy mit Be⸗ geiſterung,„denn nicht um meinetwillen kehret Ihr zu dem Glauben zurück, welcher das erſte Band der Sympathie unſerer Kindheit war; nicht ich bin es, welcher Ihr eure Mutter opfert. O, ich ſagte Euch nicht Alles, was ich litt, aber ich wollte nicht, daß Ihr, um mich für mein ganzes Leben glücklich zu machen, eurer Mutter einen einzigen Schmerz bereiten, oder ſie einer einzigen Freude berauben ſolltet. Jetzt, wo Ihr, von den edelſten Beweggründen getrieben, zu mir zurückkehret, danke ich Gott und fühle mich ſo glücklich, daß ich nicht Worte finde, um es auszudrücken.⸗


