Teil eines Werkes 
3Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 3. Th. (1858)
Entstehung
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nen Schwur zurückzugeben, o dann würdet Ihr Mitleid mit mir haben!«

»Iſt es möglich, Henry,« ſagte Lucy ſanft,„daß Ihr in den Worten meines Vaters eine Anſpielung auf das ver⸗ muthet, was hier in dieſem ſelben Zimmer vor einigen Tagen zwiſchen uns vorgegangen iſt? Ich rufe Gott zum Zeugen an, Mylord, daß mein Vater von dem Schwur, den Ihr mir ge⸗ leiſtet, keine Kenntniß hat.«

„»Hal was ſind die Schwüre der Liebe neben denen, welche treue Freundſchaft dem Unglücke leiſtet!« rief der ſtrenge Puritaner.„Ich habe Lord Lisle, als er in die Verbannung ging, geſchworen, ſeinen Sohn zu überwachen; ich habe ihm einige Wochen vor ſeiner Ermordung verſprochen, eine letzte und gewaltige Anſtrengung zu machen, um dieſen ſelben Sohn zu retten— ich werde dieſen Schwur halten, dies ſage ich Euch nochmals. Der Kriegsruf wird erſchallen, Henry!— Gott ſey geprieſen, ich werde nicht ſterben, ohne Dich an mei⸗ ner Seite kämpfen geſehen zu haben. Zu meiner Linken ſtehend wirſt Du denſelben Platz einnehmen, welchen dein Vater in ſo vielen blutigen Gefechten einnahm.«

»Haltet ein, Sir Charles! Bin ich denn nicht ſchon un⸗ glücklich genug?— Ach, Ihr wiſſet nicht, daß das Leben meiner Mutter für meine Treue gegen die Sache des Königs haftet!«

»Kind, welches die Mutter auf Koſten ſeiner Ehre zu retten gedenkt, Kind, welches nicht weiß, daß dieſe Menſchen von keiner Vergebung wiſſen wollen und daß ihre Abſicht da⸗ hin geht, auch ſogar den Namen der Richter Carls J. aus⸗ zurotten!«